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Sorgen um die vierte Welle der Pandemie

Januar 11, 2021
3 Minuten Lesezeit
Sorgen um die vierte Welle der Pandemie

Montag, 25. Januar 2021

Im Iran steigt die Zahl der Menschen, die mit Covid-19-Symptomen Krankenhäuser und Kliniken besuchen. Dieser Anstieg ist relativ klein und langsam, aber am vergangenen Wochenende warnte Alireza Raeesi, Sprecher der Nationalen Taskforce für Kampf gegen Coronavirus-Pandemie, dass die Situation in einigen Städten, darunter Teheran, Isfahan und Kashan, nicht gerade erfreulich sei.

Keiner der drei inländischen Impfstoffe, die derzeit im Iran entwickelt werden, wird in den nächsten Monaten fertig sein. In der Zwischenzeit versuchen iranische Behörden, im Laufe des nächsten Monats eine Mindestmenge an Dosen zu importieren, um das medizinische Personal und die Beschäftigten im Gesundheitswesen zu impfen. Aber sie haben eine schwierige Aufgabe vor sich, denn der Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei hat die Einfuhr von amerikanischen und britischen Coronavirus-Impfstoffen in das Land verboten.

Heute hat Dr. Minoo Mohraz, Mitglied des wissenschaftlichen Komitees der Nationalen Taskforce für Kampf gegen Coronavirus-Pandemie, die auch für die Bewertung der in der Entwicklung inländischen Impfstoffe zuständig ist, angekündigt, dass der Iran bald einen in Schweden hergestellten Impfstoff importieren werde. Sie sagte, dass dieser Impfstoff von den Gesundheitsbehörden der Islamischen Republik genehmigt worden sei und betonte, dass es sich dabei weder um den Moderna-Impfstoff aus den Vereinigten Staaten noch um den Impfstoff aus Kuba handele, da letzterer seine endgültigen klinischen Studien noch nicht abgeschlossen habe.

Zuerst, so Dr. Mohraz, würden medizinische Fachkräfte geimpft werden, danach die über 70-Jährigen, Menschen mit Diabetes, Herz- und Lungenkrankheiten und dann Personen mit anderen Grunderkrankungen.

In Bezug auf die weit verbreiteten Varianten des Virus, die in Großbritannien, Südafrika und anderswo gefunden wurden, sagte Dr. Mohraz: „Die genetischen Mutationen des Coronavirus sind sehr beunruhigend und wir befürchten, dass die bestehenden Impfstoffe gegen die Varianten des Coronavirus möglicherweise nicht wirksam sind.“ Sie fügte hinzu: „Wir müssen uns schützen, bis alle geimpft sind und wir uns mit weiteren Mutationen dieses Virus auseinandergesetzt haben. Aber jetzt gibt es mehr Versammlungen, Hochzeitssäle sind aktiv geworden und die Leute sitzen zusammen und essen, ohne Masken zu tragen. Wenn diese Situation anhält, werden wir bis Mitte Februar eine vierte Welle haben.“

Hossein Ali Shahriari, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des Parlaments, berichtete, dass der Iran im Februar 16,8 Millionen Dosen Impfstoff von COVAX erhalten wird. COVAX ist eine Initiative der Weltgesundheitsorganisation und ein Zusammenschluss vieler Länder auf der ganzen Welt, um einen gerechten Zugang zu Impfstoffen gegen Coronaviren zu ermöglichen. Shahriari sagte, dass der Iran 52 Millionen Dollar für diese Impfstoffdosen bezahlt habe. Er erinnerte daran, dass der Oberste Führer Khamenei die Einfuhr amerikanischer, englischer und französischer Impfstoffe verboten hat und versicherte, dass solche Impfstoffe nicht zu denen gehören, die der Iran von COVAX erhalten wird.

Letzte Zahle

Laut den offiziellen Zahlen starben am Sonntag, den 24. Januar, 98 Iraner und Iranerinnen an oder mit Coronavirus. In diesem Zeitraum haben sich 6.309 weitere Bürger:innen mit Coronavirus infiziert, so Sima Sadat Lari, Sprecherin des Gesundheitsministeriums. 681 von den neu infizierten Patient:innen seien ins Krankenhaus eingeliefert, sagte Dr. Lari am Montag, den 25. Januar. Derzeit befinden sich 4.057 Covid-19-Patient:innen unter schwierigen Umständen in Intensivstationen. Insgesamt sind bisher 57.481 Menschen im Iran mit oder an Coronavirus gestorben.

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